Der Ring der Heiler
FAQ - Häufige Fragen Satzung des Rings Eid des Rings


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> Mittelalter vs. Renaissance, Welche Epoche bevorzugt ihr als Basis?
Irian
Geschrieben am: Mar 23 2008, 03:17 PM
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Heiler vom Dienst
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Hallo,

mal eine kleine Frage: Welche Epoche bevorzugt ihr als Basis für euer Heiler-Spiel? Die mittelalterliche (sprich: Galensche Säftelehr, etc.) oder eher schon die Renaissance (Paracelsus, etc.)? Beide haben Vorteile, die Säftelehre klingt wirklich sehr schön ambientig, dafür stellt es bei der Renaissance-Lehre nicht mehr ganz so schlimm allen Fachleuten die Haare auf (obwohl sie immer noch relativ ambientig bleibt).

Nur so als Neugier. ich hatte ursprünglich vor, mich wieder mehr in Richtung Mittelalter zu bewegen, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto eher kommt mir die Renaissance als für meinen Charakter passend vor...


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Nount
Geschrieben am: Mar 23 2008, 03:34 PM
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Heiler
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Gar keine. Ich nehme alles, werfe es in einen Topf und rühre kräftig um. grin.gif

dayvs GE-ve
Stefanie
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Irian
Geschrieben am: Mar 23 2008, 03:56 PM
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Heiler vom Dienst
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Nun bin ich neugierig: Was kommt dabei raus? Eventuell mal ne Zusammenfassung? Oder wird das ständig neu improvisiert? :-)


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Koach
Geschrieben am: Mar 23 2008, 09:05 PM
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Ich bevorzuge definitiv einen mittelalterlichen Hintergrund, sowohl als Heiler, wie auch generell als Rollenspieler.


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Zwärgli
Geschrieben am: Mar 26 2008, 12:40 AM
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Ich werde richtiung naturheilung gehen, allso vorallem mit kräutern, halt das wofür ich im mittelalter verbrennt worden wäre als hexe...
aber sehr interessant...
probiere auch möglichst viel nützliche kräuter zu sammeln, sind ja meist ganz einfache.

Denke passt am besten zu meinem hintergrund
lg Zwärgli/ Sirona
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Frey Thomasson
Geschrieben am: Mar 26 2008, 01:36 AM
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Meister-Medikus
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Ich mix alles wild zusammen, vor allem Antike und Renaissance.

Was ich komplett IT ablehne ist die Vier-Säfte Lehre. ich find sie einfach doof, IT wie OT. Ist kein schönes Konzept


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Ich will doch nur frühstücken, verdammt
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Irian
Geschrieben am: Mar 26 2008, 11:19 AM
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Heiler vom Dienst
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Interessant... Wieso denn "IT" doof? Sie kann doch IT durchaus funktionieren, je nachdem wieviel Fakten man haben will. Persönlich will ich mich eher an der Renaissance orientieren, aber selbst da war die Vier-Säfte-Lehre noch vorhanden...


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Lares
Geschrieben am: Mar 26 2008, 04:00 PM
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Antagonist
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Ich halte das wie Stefanie und mische kräftig durch. Anregung dafür können Sachen aus der Antike sein aber auch Behandlungsmethoden aus der frühen Neuzeit (Für Schussverletzungen z.B.). Wichtig ist mir schlicht, dass es irgendwie plausibel klingt und nicht zu modern wirkt. Was theoretische intergründe wie z.B. die Vier-Säfte-Lehre angeht, wandel ich auch hier lieber ab anstatt 1:1 zu übernehmen. ich finde, damit kann man noch etwas mehr ins Spiel einsteigen. Und nen Aderlass kann man ja auch schlicht mit "schlechtem Blut" erklären, ohne die anderen 3 Körpersäfte mit ins Spiel zu bringen. Generell finde ich es aber immer hilfreich, wenn man sich mit den historischen Sachen zumindest ein bisschen beschäftigt.

Bei Kräuterkunde usw. greife ich übrigens fast komplett auf Eigenkreationen zurück. Bücher über Heilkräuter bekommt man ja zur Zeit in jeder Buchhandlung auf dem Grabbeltisch, aber einfach abschreiben wäre irgendwie blöd cheesy.gif

/Olli


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Wintermute
Geschrieben am: Mar 26 2008, 04:09 PM
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Medikus
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QUOTE (Frey Thomasson @ Mar 26 2008, 01:36 AM)
Was ich komplett IT ablehne ist die Vier-Säfte Lehre. ich find sie einfach doof, IT wie OT. Ist kein schönes Konzept

Naja, das Prinzip hat sich sehr lange Zeit gehalten, das muss man schon sagen. Ich selbst sehe das Problem eher in der Darstellung bzw. noch eher im Larp-Alltag. Aderlass, Harnschau, usw. sind schon sehr "gebildete" Dinge. Die meisten Heiler im Larp sind "Mischwesen" aus handwerklichen und gebildeten Medizinern - "früher" war das meines Wissens nach sehr viel stärker getrennt. Und im Larp macht es ja auch Sinn, Elemente eines Baders, Chirurgen, Feldscher, Medikus, usw. zu einem "Heiler" zu verbinden. Man möchte ja schließlich auch etwas Action haben, usw.
Dinge wie Harnschau stellen für mich sehr stark den theoratischen Medikus dar, der am Hofe arbeitet und sich eher nicht die Finger mit einfachen Verletzungen schmutzig macht. Ein Heiler, der sowas benutzt, würde in meinem Spielumfeld halt eher weniger Freude haben, weil es meistens schon etwas actionlastiger zu Gange geht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich halte es nicht für ein "blödes" Konzept, nur für eins, dass den Charakter sehr stark in eine historische Ecke packt, die dann konsequenterweise vieles "verbieten", was den typischen Larp-Heiler ausmacht.

So in der Art irgendwie dazed024.gif

Gruß
Mark


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Irian
Geschrieben am: Mar 26 2008, 04:28 PM
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Heiler vom Dienst
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Die Trennung zwischen Arzt und Chirurg entstand primär im 12. Jahrhundert, als den Mönchen immer weiter verboten wurde, Medizin auszuüben. Es gab zwar vorher auch entsprechende Regelung - der Hippokratische Eid spricht z.B. davon, das Schneiden den Nicht-Medizinern zu überlassen - aber generell haben die Mönche vor dem 12. Jhdt. afaik sowohl innere Medizin als auch Chirurgie betrieben.

Danach gabs wirklich so ne relativ strenge Trennung, Chirurgie wurde Ärzten nur selten und wenn, nur theoretisch beigebracht. Wundärzte hingegen waren meistens handwerklich ausgebildet - es gab aber auch angesehen Schulen, wie z.B. das Collège de St. Côme in Paris, in dem Chirurgen sogar einen Titel bekamen und ähnliche Kleidung wie Ärzte trugen.

Im LARP halte ich die Trennung Chirurg/Internist für nicht notwendig, da sie ja eben primär christliche Gründe hat, im LARP sind Kombinationen also problemlos denkbar. Da Internisten auch auf nem typischen Con eher wenig zu tun haben dürften, ist das auch wohl ein eher undabkbarer Job. Auf nem Con sind hauptsächlich Chirugen gefragt, Internist ist da eher nebenher.

Persönlich machen unsere beiden Charaktere (also sowohl der meiner Freundin als auch meiner) zwar keinen Unterschied zwischen Arzt und Wundarzt, aber lassen sich nicht mit Badern, Steinschneidern, Bruchbrenner und ähnlichen halbgebildeten Pfuschern vergleichen. :-) Ein wenig Standesbewußtsein muß ja sein...

Wir haben übrigens ab demnächst auf jedem Con die Mittel für Harnschau, Aderlass (inkl. Blutschau) und einiges mehr dabei, man weiß ja nie, ob sich nicht doch jemand findet, der das will. Darstellbar ist sowas imho toll. Was mir noch fehlt, ist ein Deko-Fliet.

Bearbeitet von Irian am Mar 26 2008, 04:28 PM


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Thyria
Geschrieben am: Mar 26 2008, 05:14 PM
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Offtopic an:

Hier eine eher neuzeitliche Wesensbeschreibung diverser Fachrichtungen in der Medizin smiley.gif

Ein guter Internist, ein schlechter Internist, ein Chirurg und ein Zahnarzt werden in den vier Ecken eines Fußballfeldes postiert. Am Anstoßpunkt steht ein Geldsack mit 500000 Euro darin.
Dieses Geld bekommt derjenige, der zuerst den Anstoßpunkt erreicht.
Was meint ihr, wer der Sieger ist?



Der gute Internist natürlich!

Warum? - Na ist doch klar: Schlechte Internisten gibt es nicht, der Chirurg hat die Aufgabe nicht verstanden und der Zahnarzt läuft nicht für 500000 Euro smiley.gif

Offtopic aus...
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Pater Luicatus
Geschrieben am: Apr 28 2008, 06:23 PM
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Ersthelfer


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Ich ziehe persönlcih die Renaicance vor, allerdings ist mein Charakterkonzept eher an einem Scholastiker des Hoch bis Spätmittelalters angelegt (Soweit dies für einen Heidenpriester und Polytheisten möglich ist) wink2.gif

Die Trennung in Wundarzt und Internistischen Medicus ist eine geschmacks und Darstellungsfragen.

Ich bin froh wenn mal nicht nur Unfallchirugie und Larazettleitung/Aufsich machen darf, sondern auch ein bischen Anamnese und Internistik.
Und da passt mir die Harnschau z.B: sehr gut ins Programm.

Und das Verbot des Schneidens (präzise vor allem des Harnsteinestechens) im altertümlichen Hippokratischen Eid hatte meines Wissens den Grund, keinen Schlechten Ruf der Ärzte auf kommen zu lassen, das die Chirugen oft genug dabei Scheiße und Sepsis verursachten.....

Habe den Eid übrigens auf eine IT- Version (alterümlich und reformiert, mit Kommentaren und Kommentaren der REformer) gebracht
Werde ich wohl bald in die Bibliothe stellen können.
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