Der Ring der Heiler
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> Paladine - Heiler in Platte?, WOW oder wat?!
Lorian von Straumanis
Geschrieben am: Feb 16 2009, 11:04 PM
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Hi Leute,

ich und meine Gruppe bespielen eine Truppe lichter Paladine.
Vom Kampf her sind wir ziemlich fit und auch mit allen Sachen ausgerüstet, die wir als realistisch und spielfördernd betrachten (bspw. Regeneration nur bis 2, man will ja nicht auf die Wunden verzichten...).
Wir wollen gerne auch ein wenig Heilen/Beistand für die Erschütterten in die Rolle einbringen. Das gehört denke ich auch zu einem Paladin, eine Stütze für die Verwundeten zu sein, und die Moral zu stärken.
Da ich nur die Sicht "aus dem Helm" kenne - wie seht ihr das, wenn Paladine auch ein wenig heilen? Wieviel sollten sie heilen? Sollten sie überhaupt, oder sollten sie es voll sein lassen? Oder komplett können?

Schreibt mal was zusammen - Anregungen sind uns willkommen.
Als Info: Momentan halten wir es so, daß wir nur eine mundane erste Hilfe mit heiligen Komponenten (Weihwasser, Gebete, heilige Verbände) durchführen. Aber das Ausspülen, Segnen und Verbinden der Wunden scheint so überzeugend gespielt zu sein, daß die Leute immer von "Heilkunde 1000" ausgehen :-)

Bearbeitet von Lorian von Straumanis am Feb 16 2009, 11:04 PM


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Geschrieben am: Feb 17 2009, 12:20 AM
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Ich erinnere mich, dass ich mit Olli (dem Lares-Olli) da mal ne Diskussion zu hatte, mal sehen ob ich das alles noch zusammen kriege:

Ursprünglich bezeichnet der Begriff "Paladin" erstmal einen Adeligen mit besonderen Würden. Im Mittelalter waren Paladine Helden, die dem König (z.B. Karl dem Großen) zur Seite standen. Quasi "the Best of the Best". Die Paladine waren definitiv auf der guten Seite, bekämpften das Böse und hatten Gott auf ihrer Seite - eine eindeutig klerikale Komponente kommt aber meines bescheidenden Wissens nach erst mit der Adaption der Paladine in den Fantasy-Bereich hinzu.

Die "ursprünglichen" Paladine inspirierten durch ihr tugendhaftes Handeln; im P&P wurden daraus dann "Motivations-Fähigkeiten", die den Verbündeten Boni verleihen. Aus dem "hat Gott auf seiner Seite"-Aspekt, wurden klerikale Zauber.
Das halte ich - je nach Spielsystem - vollkommen gerechtfertigt (wobei ich mir wünschen würde, dass so mancher Larp-Paladin trotzdem "tugendhaft" auftreten würde, damit es weiterhin stimmig ist)

So, bevor ich zuweit abschweife, zu deiner Frage an sich:

Was ich NICHT sehen wollen würde ist folgendes: Ein "Paladin" sieht einen Verletzten, geht zu ihm hin und beginnt, mit "Handauflegen" die Wunde zu heilen. Das mag regeltechnisch auf dem Con ok sein, aber es macht mal so garnichts mehr. Ein Paladin beruft sich bei seinen "Zaubern" schließlich auf eine Gottheit als Quelle - sowas sollte man nicht einfach so "abrufen" können. Vielmehr sollte der Paladin "fürbitten" bei seiner Gottheit, auf dass diese sich dem armen Verletzten annehme.

Wie ich mir Paladine bei einer Heilung WÜNSCHEN würde:
Der Paladin wird gerne als "Hybrid" zwischen Kämpfer und Priester gesehen. Was dabei gerne vergessen wird ist, dass dies nicht bedeuten muss, dass er immer beides gleichzeitig ist. Ein Paladin, der "klerikale Magie" wirkt, sollte in dem Moment ein kompletter Nicht-Kämpfer sein. Und dies am Besten auch durch bestimmte Gesten deutlich machen.
So könnte ich mir z.B. vorstellen, dass eine Behandlung folgendermaßen abläuft:
Der Verletzte wird auf den Boden/Tisch/whatever gelegt, die Paladine (ja, Mehrzahl, am besten der ganze Orden) bilden einen Kreis herum, knien sich hin, legen ihre Waffen und den Helm ab (Das Abnehmen der Helme würde zum einen anzeigen, dass man jetzt kein Kämpfer ist, zum anderen ist das bloße Haupt ja eine prototypische Demutsgeste). Dann kann ritualisiert werden. Gesänge, Gebete, Weihwasser und heilige Symbole.

Ok, das ist jetzt etwas wirr beschrieben, aber ich hoffe, du siehst, worauf ich ungefähr hinaus wollte. Ein Paladin darf meiner Meinung nach gerne das Plattenschwein auf dem Schlachtfeld geben und trotzdem auch Verletzte heilen - ich wünsche mir halt "nur", dass Paladine dafür jeweils in einen komplett anderen "Modus" umschalten.

Gruß, Mark


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Lorian von Straumanis
Geschrieben am: Feb 17 2009, 09:18 AM
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Hi,

deckt sich mit dem, was wir machen. Darüber hinaus erklären wir den Leuten, daß der Dienst unseres Gottes nur gegen eine Gegenleistung gewährleistet wird. Der Verwundete hat dann die Wahl, auch was für unseren Gott zu tun oder sich anderweitig heilen lassen :-)



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Hana
Geschrieben am: Feb 23 2009, 01:00 PM
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Heiler vom Dienst
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Mehr als die Ausführung finde ich wichtig, als "Universalist" den "Spezialisten" immer den Vortritt zu lassen. D.h. ich würde als Paladin überhaupt nur dann heilen, wenn sonst kein Heiler verfügbar ist (und auch nicht schnell geholt werden könnte). Wundversorgung nur bei einfachen Wunden, schwere Verwundungen sind für die Heiler.

Bei erster Hilfe oder Gebete für bereits von Heilern versorgten Wunden sieht's anders aus. Aber wenn der Paladin erst den verfluchten Hausgeist mit göttlicher Hilfe erlöst, dann in der Schlachtreihe steht, sollte er das Spielelement "Verwundete versorgen" denen überlassen, die, während er gebetet und gekämpft hat, genau darauf gewartet haben.

Heilung nur gegen Gegenleistung finde ich für Paladine irgendwie unpassend. Die Einstellung "Ich könnte dich von deinem Leiden befreien, aber wenn du danach nicht XY tun willst, lass ich dich hier in deinen Schmerzen liegen" ist nicht sehr barmherzig wink2.gif Da würde ich entweder nur die Gläubigen klerikal heilen (so läufts in unserem Larp-Orden, bei Nicht-Gläubigen funktioniert die klerikale Heilung schlicht nicht) oder den Dienst für die Gottheit nur als wünschenswert hinstellen. Es sei denn, man dient dem Gott des Handels ...

Und wichtiger als die Taten des Geheilten finde ich da, dass der Paladin nicht nur betet, wenn er grade was von seinem Gott will (Heilung, Segen, Feuerball).

mfg
Annkathrin


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Lorian von Straumanis
Geschrieben am: Feb 23 2009, 04:54 PM
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Klar, seh ich auch so. Ich werd sicher keinem Heiler den Patienten wegschnappen. Erfahrungsgemäß sind da auch genug Verwundete für alle, und wenn nicht, helfen wir halt den Heilern, wie wir können.

Kurze Erklärung: "gegen Gegenleistung" bedeutet, daß derjenige einen Dienst für unseren Gott (und dann in dem Fall für uns) verrichten muß.
An Münzen sind wir nicht interessiert, sondern daran, daß der Geheilte unserem Gott Ehre erweist, da er durch ihn geheilt worden ist. Die jeweilige kleine Aufgabe denken wir uns dann so aus, daß sie dem Betreffenden auch Spaß macht. Wir schicken keine Heiler in die erste Reihe, weil sie geheilt worden sind.
Nebenbei: Wir dienen IT einem guten Gott, keinem barmherzigen. Unter anderem gibt es bei uns Vergebung nicht, es muß alles gesühnt werden. Fällt also ein wenig in die gleich Kategorie. Aber das Nicht-Funktionieren ist auch ne nette Idee .-)
QUOTE
Und wichtiger als die Taten des Geheilten finde ich da, dass der Paladin nicht nur betet, wenn er grade was von seinem Gott will (Heilung, Segen, Feuerball).

Irgendwie versteh ich den Zusammenhang nicht dazed024.gif. Nebenbei benutzen wir keinerlei Kampfzauber, wär ja auch irgendwie "FightorZ Mage!!!!111einself"

Bearbeitet von Lorian von Straumanis am Feb 23 2009, 07:26 PM


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Wintermute
Geschrieben am: Feb 24 2009, 06:20 AM
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QUOTE (Lorian von Straumanis @ Feb 23 2009, 04:54 PM)
QUOTE
Und wichtiger als die Taten des Geheilten finde ich da, dass der Paladin nicht nur betet, wenn er grade was von seinem Gott will (Heilung, Segen, Feuerball).

Irgendwie versteh ich den Zusammenhang nicht dazed024.gif.

Ich nehme an, es geht hier einfach darum, dass Paladine ihren Glauben auch außerhalb von Situationen, in denen er praktisch anwendbar ist, "leben".
Sprich: Paladine halten z.B. ein/mehrmal am Tag kurze Gebete/Messen, halten Fastenzeiten ein (IT halt z.B. Wasser und Brot, "richtiges" Essen OT im Zelt), usw., damit man halt sieht, dass das Leben primär vom Glauben bestimmt wird.
Wenn man sich nur an die Gottheit wendet, wenn man sie braucht, dann ist das nicht viel anders wie die IT-Abteilung, die man anruft, wenn der Rechner vom Chef abgestürzt ist - da stimmt dann einfach das Verhältnis Mensch-Gott nicht wink2.gif


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Lorian von Straumanis
Geschrieben am: Feb 24 2009, 07:59 AM
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Ja, schon klar und das sehe ich (bzw. wir) auch so. Aber was hat das mit dem Ausspielen der Heilung zu tun?


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